FI-Schalter und Anwendung
Der
FI-Schalter ist eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung.
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen sind Schutzschalter einschließlich deren
Zubehör, z.B. Stromwandler, die ausschalten, wenn ein Fehlerstrom in den
geschützten Stromkreisen einen bestimmten Wert überschreitet. Bis 63 A
(Ampere) Nennstrom besteht die Schutzeinrichtung ausschließlich aus dem
FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter). Die Abschaltzeit des
FI-Schalters beträgt 0,04 s (Sekunden). Schutzeinrichtungen
für Nennströme über 63 A können z.B. aus einem
Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) und einem davon getrennten
Summenwandler bestehen.
Im Inneren des
FI-Schalter ist ein Stromwandler, dessen Sekundärwicklung an ein
Auslöserelais angeschlossen ist. Wenn alle in die Anlage einfließenden
Ströme auch wieder durch den Stromwandler herausfließen, ist ihre Summe
gleich Null. Es kommt dann kein Sekundärstrom zustande. Umgeht infolge
eines Körperschlusses ein Fehlerstrom den Stromwandler, indem er z.B.
durch den Erder (Erde) abfließt, dann entsteht ein Sekundärstrom, der
den FI-Schalter auslöst. FI-Schalter besitzen eine Freiauslösung,
wodurch das Wiedereinschalten bei bestehendem Fehler ausgeschlossen
wird.
Für einen "normalen"
Hausgebrauch reicht ein FI-Schalter mit 40 A und einen Nenn-Fehlerstrom
von 0,03 A vollkommen aus. Bei diesem FI-Schalter (40 A) darf als
Vorsicherung maximal 63 A verwendet werden! Wenn Sie nun einen
FI-Schalter, vor allen vorhanden Sicherungen, installieren, ist
Ihre gesammte Wohnung oder Haus mit einem FI-Schalter abgesichert.
Einfacher erklärt: Vom Hausanschlusskasten (mit 63 A Sicherungen)
zum Zählerschrank. Im Zählerschrank, über einen 3 poligen Hauptschalter,
zum Zähler. Vom Zähler über 3 polige Schmelzsicherungen (3
Schraubsicherungen mit einem Wert von maximal 50 Ampere !). Nun geht es
von da aus zum FI-Schalter (40 A, 0,03A Nennstrom) und vom FI-Schalter
zu den Sicherungen (auch Sicherungsautomaten genannt). Nun sind alle
Stromkreise, nach diesen Sicherungsautomaten, über den FI-Schalter
abgesichert. Dieses Beispiel ist nur mit einem 4 poligen FI-Schalter
machbar !!!
Im Hausgebrauch
werden 2 oder 4 polige FI-Schalter verwendet. 2 polig bedeutet L (Strom)
und N (Null) und 4 polig bedeutet L1 / L2 / L3 und N.
2 polige FI-Schalter
verwendet man, wenn nur Wechselstrom vorhanden ist oder man möchte nur
einen bestimmten Bereich (z.B. Bad) absichern.
4 polige FI-Schalter
werden da eingesetzt, wo Drehstrom, also 3 Phasen (L1-L2-L3) vorhanden
ist.
siehe auch
Sicherungen / Automaten
Achtung !!!
Bitte nie
unter Spannung hantieren, das ist Lebensgefährlich !